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Karoo Cat Research, Honingkrantz 2015
Unser erster Praktikant war Erwin aus dem Allgäu. Er sägte und schmiedete, baute ein schickes Hühnerhotel, fütterte Strauß Winky und brachte leckere Katzenwelse vom Fischen mit.

Der Sommer war erfreulich trocken und sehr heiß mit Temperaturen von 45° im Schatten. Dies bekam den Katzen sehr gut.

Wir hatten diesmal:
Falbkatzen: Gerrie, Frik, Dani, Ilse und als Neuzugang Ziba.
Karakale: Neuzugang Zeno und Zsuzsa.
Servale: Krato, Mick, Neels, Norbert, Nala, Natalie, Nadine.
Leider war für uns auch diesmal keine Schwarzfußkatze zu bekommen.

Nala war dieses Jahr ihren drei Jungen (Norbert, Natalie, Nadine) eine gute und zuverlässige Mutter.
Neels ist inzwischen größer als Mick und Nala und wiegt 12 kg.
Im Januar kam ein deutsches Filmteam. Alle waren sehr freundlich und unglaublich fleißig, meist von 4:00 früh an bis spät in die Nacht. Lobenswert!
Dazu kamen zwei Maulwurfschlangen mit ihren Betreuern vom East London Schlangenpark. Sie hinterließen uns eine ihrer Slangen und ein paar Mäuse, die freißig aus ihrem Behälter ausbrachen - zum großen Vergnügen von Neels.
Dann besuchte uns noch eine Praktikantin, eigentlich mehr ein Feriengast - Sophia, eine Tiroler Maturantin, die die Welt bereiste und auch bei uns Station machte, bevor sie nach Mexiko weiterflog.

Gegen Ende Januar kam viel zu früh der Aufbruch. Nachdem (für alle unverständlich) die Aufenthaltsgesetze geändert worden waren, durften wir nur 3 statt der üblichen 6 Monate bleiben.

Der nun fast ausgewachsene Neels kam, zusammen mit den anderen Katzen, nach Clifton zum Cat Conservation Trust, wo sie unter der bewährten Pflege von Marion Holmes die Zeit bis zu unserer Rückkehr verbringen.

10. Oktober 2014
Neels' Reise war für ihn sehr entspannend. Er bekam eine Riesen-Luxuskiste, in der leicht ein mittlerer Leopard Platz gefunden hätte.
Unser speieller Dank geht an Dr. Erika Kienle, Gradlyn Tiertransporte München, Erwin Walk und Move-a-Pet in Port Elizabeth.

Honingkrantz: Neels spazierte furchtlos und gemütlich aus der Kiste und ging zielsicher in die Küche. Es war deutlich, daß er sich noch auskannte und sich an alle seine Lieblingsplätze und -spiele erinnerte.

18 August 2014
Das Gehege ist fertig. Die Jungfernrunde volltzeht Riaan.

September 2014
Die Vorbereitungen für Neels Rückreise sind nicht weniger aufwendig.
Er wiegt bereits 10 kg, ist kräftig für sein Alter.

8. August 2014 Weltkatzentag!

Juli, August 2014
Neels fügte sich begeistert in sein neues Heim ein. Er hatte einen großzügigen Auslauf in unserer Tenne, viele Besucher und schließlich Freunde. Insbesondere Rosemarie Quartz erwies sich als liebevolle und ausdauernde Catsitterin.
Unser großer Hauskater Riaan war von dem neuen, lebhaften Hausgast weniger angetan. Er verschaffte sich mit ein paar diskreten Drohgesten den nötigen Respekt und ignorierte Neels im wesentlichen.
Neels bekam ein Freigehege mit Zugang zum Hause. Das durfte er aber erst benützen, nachdem sich seine Tollwutimpfung als erfolgreich erwiesen hatte.
Er genoß das dichte Gras, die Büsche, den Baum und die warme, trockene Holzbeige, wollte aber nie lange von seinem Jörg getrennt sein. Nachts schlief er neben oder auf seiner "Mutter", stahl Brillen, zerriß Zeitungen und nahm gelegentlich den Wecker vom Nachttisch, um ihn in seinem Katzenklo einzugraben.
Neels war ziemlich sauber, aber sonst für einen geordneten Haushalt eine ziemliche Belastung. Manches Sitzkissen wurde zerrissen, manches Porzellan und Glas zerbrochen.

Neels' Geschichte:
2013 Nala, das junge Servalweibchen, hatte als Erstgeburt gleich vier Kätzchen, Mor, Monty, Mick und Moira. Anstatt überfordert zu sein, ging sie voll in ihrer Mutterrolle auf. Nur der kleine Mick konnte sich manchmal schwer durchsetzen, deshalb bekam er immer Extraportionen von uns.
Am 31. März bekommt Nala ihren nächsten Wurf - nur ein einzelnes Katerchen, Neels. Die erste Woche war alles soweit unauffällig, außer, daß man öfters Verlassenheitsschreie des Kleinen hören konnte. In seiner zweiten Lebenswoche verschlechterte sich die Situation. Nala pflegte Neels zu viel, spielte grob mit ihm und trug ihn oft herum, wobei ihr Tragegriff oft schlecht gesetzt war.
Nalas ungeschickter Tragegriff verletzte Neels schwer an der Kehle: Die Haut war aufgeschlitzt bis zum Kehlkopf.
Neels wurde mit vier Stichen genäht und kam in unsere Obhut. Jörg übernahm die Mutterrolle. Wir waren ziemlich unerfahren in der Kunst der Handaufzucht, doch Neels kooperierte sehr brav und gedieh prächtig.
Nala vermißte natürlich ihr Kätzchen. Wir gaben ihr den inzwischen einjährigen Mick. Das war ein Glücksfall für beide. Nala weinte nicht mehr hinter Neels her, sondern pflegte und säugte Mick nach Herzenslust, was sich letzterer offensichtlich gern gefallen ließ. Schon ein paar Tage später sah man beide in wilden gegenseitigen Verfolgungsspielen durch das Gehege toben.
Neels ging eine intensive "Mutterbindung" mit Jörg ein. Er trank und aß alle seine Mahlzeiten, wuchs kräftig, spielte viel, schnurrte, und erkundete seine immer größer werdende Umgebung.
Im Juni kam der Winter und die Zeit unserer Abreise. Nach allen gescheiterten Versuchen, für Neels einen Pflegeplatz zu finden, entschlossen wir uns, ihn nach Deutschland mitzunehmen.
Es kam eine Zeit der hundert (~250) E-Mails. CITES-Papiere mußten beantragt werden, Tierärzte und Amtstierärzte eingeschaltet, ein Kargodienst für Wildtiere gefunden, Landratsämter, Nachbarn und sogar das Bayrische Staatsministerium angeschrieben werden.
Caroo Cat Research dankt hier insbesondere: Tim de Jongh (ECNC), den Landratsämtern von Erding und Oy, dem Bundesamt für Naturschutz Bonn, Martin Kinzelmann, Erwin Walk und Johann Gaschler. Sie und viele andere unterstützten uns bei Ausreise, Transport und Einreise von Neels.

Am Freitag, den 13 Juni, kamen wir in unserem Heim im Allgäu an. Für uns war die Reise besonders anstrengend, nicht aber für Neels, der sich in einer komfortablem Box auf einem weichen Handtuch ausstrecken durfte.

Neels, Jungserval und Handaufzucht, ist ein weitgereister Kater: Algoa-Allgäu hat er schon hinter sich.

29. September 2013
Reger Austausch von Mails mit dem Cat Conservation Trust, Cradock, unserem Zoo- und Artenschutz-Partner, der eine Verbindung mit Wild Cats World, ebenfalls im Ostkap, einzugehen plant. Damit eröffnet sich eine neue Möglichkeit zur Erweiterung des Genpools.
Außerdem interessiert sich eine Zoo-Neugründung in Dubai für unsere Servale. Sollten die Haltungsbedingungen in Ordnung sein, könnte dies ein interessanter Handel werden.

September 1913
Nach
KATZENSEELE (Paul Leyhausen, unter meiner Mitarbeit) Kosmos 1996,
WAS KATZEN WIRKLICH WOLLEN (mit meiner Kollegin Birgit Rödder) Gräfe und Unzer 2010,
ist nun mein neues Katzenbuch im Druck und wird bald erhältlich sein:
Es heißt
KATZENVERHALTEN: Von der Wildkatze zur Hauskatze
Mimik Körpersprache, Verständigung
Kosmos 2013
Es hat etwa 200 Seiten und ebensoviele Photos.
Es behandelt nicht nur die vielbeschriebene Hauskatze, sondern als Novum auch die bis jetzt kaum in populärer Form erwähnte wilde Stammform (Falbkatze) und viele andere wilde Katzenarten.

Da es zunehmend schwer wird, zu den großen Mengen von Hauskatzenbüchern noch etwas Neues beizutragen, versuchte ich, unser vertrautes Heimtier von einem gänzlich anderen Blickwinkel aus zu betrachten.
Es wird EUR 29,99 kosten.

September 1913
Das neue Update ist offensichtlich überfällig. Das Schreiben zweier Bücher über Katzenverhalten und ein Gelenkersatz, an dem ich jetzt rekonvalesziere, hielten mich anderweitig beschäftigt. Dazu kamen selbstverständlich die üblichen Halbjahresaufenthalte auf der Forschungsstation in der Karoo, wo ich keine vernünftige Internetverbindung habe.
An den neuen Bildern wird zu sehen sein, daß bei Karoo Cat Research einiges weitergegangen ist: Es gibt neue Gehege und einige erfolgreiche Nachzuchten.
Und jedes Jahr kommen etwa drei bis vier Praktikanten und Studenten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA.

28. Juni 2012
Heute zur Abwechslung einmal eine gute Nachricht: Ilse eine meiner Falbkatzen, brachte heute drei Kätzchen zur Welt.

23.Juni 2012
Ein neues Bild des Monats - zu einem traurigen Anlaß: Frasier, der Schwarzfußkater von unserem Partnerzoo, Cat Conservation Trust (Marion Holmes, Clifton), ist heute morgen über den Regenbogen gegangen. Frasier war ein Wildfang, deshalb ist es schwer, sein Alter (>10 Jahre) zu bestimmen.
Frasier war Zeit seines Lebens ein kräftiger, gesunder Kater, der wenig Probleme bei der Verpaarung mit den verschiedenen Katzen machte und eine für Schwarzfußkatzen respektable Anzahl von Jungen zeugte.
Frasier war sechs Monate lang als "Feriengast" bei uns. Er wurde nach kurzer Zeit zutraulich und genoß sichtlich das sonnige Klima, das für ihn neue, große Gehege und die Aufmerksamkeit "seiner" neuen Menschen.
Der Verlust Frasiers ist groß, nicht nur als Zuchtkater seiner seltenen und kostbaren Art, sondern auch als geliebtes Individuum.
Liebe Marion, ich kann Dich nicht trösten, aber Deinen Schmerz verstehen.


5. Juni 2012
Die Galerien sind alle vergrößert und erneuert, mit zum Teil ungewöhnlichen Bildern. Besonders bemerkenswert: Die raufenden Servale und die fürsorgliche Falbkatzenmutter mit ihrem einzigen Jungen.

2. Juni 2012
Ein längst fälliges Update ist in Arbeit. Zunächst gibt es ein neues Bild des Monats: Serval Arno delektiert sich an einem abgespeckten Gnu, das ihn - in Abständen - stundenlang beschäftigt hält.

16. September 2011
Das Update ist heute von trauriger Natur: Wir mußt unsere dreifarbige Allgäuer Hauskatze Aja wegen einer sehr aggressiven Krebserkrankung (Plattenepithel am Nasenspiegel) einschläfern lassen. Die Immunzellenbehandlung hatte nach anfänglichen Erfolgen doch nicht angeschlagen. Wir sorgten dafür, daß Ihre Lebensqualität bis zum Schluß gut blieb. Durch die tägliche Schmerzmittelgabe über die letzten Wochen spürte sie wenig von der Krankheit. Sie behielt ihren üblichen, sehr guten Appetit, ihre Zärtlichkeit, ihre Lust zu ausgedehnten Jagdausflügen (allerdings letztlich ohne Beute heimzubringen) und begleitete uns getreulich auf unseren Spaziergängen - auch gestern noch.
Aja, eine Stallkatze, kam 2003 als bereits voll ausgewachsene Katze zu uns. Sie war in der Umgebung als tüchtigste Mauserin bekannt und geschätzt. Bei jedem Wetter saß sie in der Wiese und lauerte vor einem Mausloch, brachte wohl zehnmal am Tag Beute nach Hause und verzehrte sie, wenn sie sie nicht an Kater Riaan abgab. Obwohl sie sehr gefräßig war, stahl sie nie und war auch sonst in ihrem Wesen bescheiden. Eine prächtige Katze!

30. August 2011
Die lange Pause in den Updates erklärt sich hauptsächlich mit der intensiven Arbeit mit der Betreuung einer Doktorandin und dem Mit-Schreiben und Überarbeiten von drei Publikationen über Schwarzfußkatzen, die wir jetzt eingereicht haben.
Meine Allgäuer Hauskatze Aja ist in Krebsbehandlung, leider geht es ihr nicht besonders gut.
Bei Karoo Cat Research hatten wir auch Verluste. Der junge Falbkater Arthur bekam kurz nach seiner Ankunft in den Winterquartieren auf Clifton Farm eine Lungenentzündung und starb einen Tag später. Auch eines der Kätzchen von Dani starb an einer Infektion.
Besonders schwer trifft uns der Verlust von unserer Servalin Bonnie. Sie zeigte schon seit zwei Jahren ein deutliches Cushing-Syndrom (u.a. schwere Stammfettsucht), zog aber trotzdem ihren letzten Wurf (Gero und Gisette) selbständig auf. Wir wissen nicht, welches Alter sie erreicht hatte. Sie kam als erwachsener Wildfang nach ein paar Jahren in Oudtshoorn zu uns, wo sie 8 Jahre lebte.


17. März
Ein kleines Update, mit einem neuen, schon überfälligen Bild des Monats - wenn es gelingt. In der Einsamkeit der Karoo sind DSL, ein zuverlässig funtionierendes Festnetz, selbst ein halbwegs guter Mobilfunkempfang Utopie. So sind meine letzten Updateversuche alle in einem früheren oder späteren Stadium abgestürzt.
Obwohl die Regensaison normalerweise schon beendet sein sollte, gewittert und regnet es mit ungewöhnlicher Heftigeit. 350 Liter/m², der übliche Jahresdurchschlitt, innerhalb von knapp 4 Wochen. Die Karoovegetation ist viel dichter und grüner als sonst. El Nina soll daran schuld sein - damit das Kind einen Namen hat.

Honingkrantz, 2. März
Endlich online, und seit Sonntag (der Telefonmann ist vom Urlaub zurück und arbeitet auch am Wochenende) geht das Telefon, an dessen Leitung sich die Paviane ein paar schöne Stunden gegönnt hatten.
Es ist heiß, der Himmel stahlblau. Im Haus un die 30°, draußen irgendwo in den Vierzigern. Bei unserer Ankunft hat es allerdings geregnet wie Hölle. Der ganze Jahresdurchschnitt (300 mm) kam innerhalb weniger Tage herunter. Ein paar kräftige Blitzschläge, und der Strom war weg. Man konnte nicht einmal hinausfahren, weil alles so schlammig war, daß die Wege beim Befahren kaputtgehen.
Katzenmäßig haben wir full house: 17 Katzen sind zu versorgen, und einige der Jungen (2 Falbkätzchen und drei Schwarzfüßer) sind ziemlich krank angekommen (Rhinotracheitis, Herpes).
Unser Personal ist auch wieder vollzählig eingetroffen. Gestern war freilich Zahltag, worauf die Hälfte ins Dorf abgehauen ist. Business as usual.


25. Januar 2011:
Neue Bilder unter "Verschiedenes": Blühendes Karoobossie, Hühner- und Straußenei, Mondaufnahmen (der Himmel in der Karoo ist oft kristallklar. Sterne sind mit dem freien Auge bis zur 6. Größenklasse sichtbar und das bis zum Horizont).

22. Januar 2011:
Die jungen Servale, bereits die G-Generation (Gero und Gisette, es geht nach dem Alphabet) gedeihen prächtig in der Obhut beider Eltern, und auch die zwei Falbkatzenjungen, die einige Wochen von einem der zahlreichen Schnupfenviren geplagt waren, sind wohlauf.
Hauskater Riaan, vor ein paar Jahren von der Karoo ins Allgäu übersiedelt, ist kein großer Winterfreund. Der Tiefschnee ist hinderlich beim Laufen und macht seine bevorzugte Beute, Feld- und Rötelmaus, unerreichbar. Allenfalls als "Klostreu" ist das kalte, weiße Zeug brauchbar (siehe Bild des Monats).
Was gibe es sonst Neues auf dieser Website: Unter "Verschiedenes" Landschaftsbilder aus der Karoo und dem Allgäu: +40 und -20°C

1. Januar 2011:
Was bisher geschah: Festplattenbruch, neuer PC, neues Betriebssystem, Daten gerettet - wenigstens das. Nun kommen die Updates hoffentlich etwas häufiger.


6. Dezember 2010
Die beiden jungen Servale haben bereits einen Interessenten gefunden. Besonders erfreulich: Sie sollen, wenn sie alt genug sind, in einem Naturreservat ausgewildert werden. Dazu bekommen unsere Jungkatzen eine besondere Ausbildung, denn eine Wildkatze muß viel können, um in der Freiheit überleben zu können.

21. November 2010
Update mit einer Entschuldigung für die lange Pause, die ohne Telephon- und Internet-Verbindung etwas Urlaubhaftes hatte. Es lag an einer gestörten Verbindung im Nachbardorf.
In der Karoo ist jetzt Frühling. Während wir den ersten (und zweiten und dritten) Allgäuer Schnee bereits hinter uns haben, herrschen in der Halbwüste Sonnenschein und Hitze (so um 35°C).
Frühlingskätzchen gibt es auch: Zwei Falbkatzen, 2 Servale. Bilder gibt es später.


15. Oktober 2010
Hier ist die brandneue Webseite über Katzen und ihre wilden Verwandten, von Mircea Pfleiderer.
Eine Bemerkung am und zum Rande: Die blassen Bilder links wechseln zufällig, sind nur zur Verzierung da und haben nichts mit dem Inhalt angeklickter Buttons zu tun.
Karoo Cat Research
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